Warum ein internationales Jodelsymposium
In Gebirgsregionen wie im Toggenburg, im Muotatal (Kanton Schwyz), im Appenzellerland oder auch im Berner Oberland wird intensiv gesungen – und vor allem auch gejodelt. Der Muotataler Juuz hat zwei bis drei Stimmen. Das sogenannte «Johle» im Toggenburg oder das «Zäuerli» und «Ruggusserli» von Appenzell sind mehrstimmige Naturjodel, die häufig spontan improvisiert werden.
2010 fand das erste Jodelsymposium im Umfeld des Klangfestivals «Naturstimmen» im Toggenburg statt – und war ein voller Erfolg. Mehr als einhundert Personen nahmen daran teil. Die Rückmeldungen von Teilnehmenden und Referenten war sehr gut. Ebenfalls war das Jodelsymposium 2011, welches in Zusammenarbeit mit dem Haus der Volksmusik in Altdorf stattfand und ganz dem «Muotathaler Naturjuuz» gewidmet war ein foller Erfolg. In Zukunft soll das Symposium abwechselnd im Toggenburg (zusammen mit dem Klangfestival «Naturstimmen») und im darauffolgenden Jahr an einem anderen Ort im Alpenraum organisiert werden. Dabei werden die Initianten (Nadja Räss und Stephan K. Haller) versuchen mit dem Jodelsymposium verschiedene interessante Jodelregionen zu besuchen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Partner garantiert eine hohe Authentizität (Musik, Klang, Tourismus, Marketing usw.).
Ziel des Jodelsymposiums ist es, sich vertieft mit dem Jodeln im Alpenraum zu befassen, regionale Unterschiede kennen zu lernen und zu erleben. Dies erfolgt einerseits über ein Konzert, aber auch durch diverse Workshops und Referate. Im Konzert sind Jodelinterpreten aus verschiedenen Jodelregionen zu hören. Auf dem Marktplatz werden Tonträger, Fachliteratur usw. zum Thema präsentiert und verkauft.
Die Themen des dritten Symposiums sind einerseits dem Jodeln in der Schweiz, aber auch dem Jodeln in Österreich gewidmet. Ein weiteres Schwergewicht gilt dem Brauch des Silvesterchlausens und deren Naturjodel.
Organisiert wird der Anlass vom Verein Jodelsymposium.
Das Team:
Nadja Räss
Nadja Räss gilt als eine der vielseitigsten Jodlerinnen der heutigen Zeit. So interpretiert sie nicht nur neuere -zum grossen Teil eigene- Kompositionen, sondern singt auch die verschiedensten Arten von Schweizer Naturjodel und Jodellieder lebendig und innovativ, teilweise etwas schräg, aber immer ohne die Wurzeln zu verletzen. 2004 bekam Nadja Räss vom damaligen Zürcher Stadtpräsidenten Elmar Ledergerber das Nico-Kaufmann"-Stipendium für "stimmreise.ch". Das von Nadja Räss initierte Projekt beinhaltet das Sammeln von alten Naturjodeln und deren neuinterpretierte Wiederaufführung. Seit 2006 ist sie mit "stimmreise.ch" erfolgreich auf verschiedenen Bühnen im In- und Ausland unterwegs. Ende 2010 veröffentlichte sie ihr neuestes Album.
www.jodel.ch
Stephan K. Haller
Der in Lichtensteig wohnhafte Stephan K. Haller ist Kulturmanager, Journalist, Konzepter, Texter, Fotograf, Gestalter, künstlerischer Leiter des Klangfestivals «Naturstimmen» und als Verantwortlicher Marketing für das Theater Bilitz/Theaterhaus Thurgau tätig. Er begleitet Ursus Wehrli's Projekt «Kunst aufräumen», Nelly Bütikofers Tanzprojekte und weitere Ideen. Stephan K. Haller hat langjährige Erfahrungen als Geschäftsleiter, Firmeninhaber, Pädagoge, Chefredaktor, Journalist, Intendant des «Chossi»-Theaters in Lichtensteig, Veranstalter verschiedenster Theater- und Musikveranstaltungen. Seine umfassenden Kenntnisse der Kultur- und Musikszene kommen verschiedenen Veranstaltern zugute.
www.stephanhaller.ch
Nicole Dolder
Nicole Dolder ist seit über 10 Jahren in der Kleinkunst und Unterhaltungs-Branche „zu Hause“ und führt seit 2009 die Agentur Dolder. Mit ihrer Agentur betreut und vermarktet sie verschiedene Künstler im Bereich Musik und Kleinkunst, u.a. auch Nadja Räss. Daneben war und ist Nicole Dolder auch immer wieder bei der Planung und Ausführung von verschiedenen grösseren und kleineren kulturellen Projekten involviert – als Projektleitung, für Pressearbeit und Marketing, fürs Booking oder für die Kontrolle und Überwachung der Finanzen und Budgets.
www.agenturdolder.ch